eisblau&honigsüß

Geschützt: All you need is…

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Bin ich verliebt? Nein. Natürlich nicht. Ich doch nicht. Liebe – was ist das? Und Männer! Pah! Nee. Danke. Ich bin nicht verliebt. Kein bisschen. Ganz sicher nicht.

… und der kleine Schmetterling in meinem Bauch schlägt sachte mit den Flügeln…

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Geschützt: es tut noch immer weh

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Lieblosigkeit

Nicht liebenswert sein… Nie geliebt worden sein… Nie geliebt werden… Wertlos sein… Die zweite, nein, die dritte Wahl sein… Oder manchmal auch die letzte Wahl, die erzwungene Wahl, weil niemand anderes sonst gewählt werden kann… Nie aus freien Stücken gewählt… Nie auserwählt… Nie geliebt, nie geliebt, nie geliebt…

Ich solle liebevoll mit mir umgehen, liebevoll zum Körper sein, liebevoll mich selber sehen. Therapeutengeschwätz. Ein theoretisches Wortungetüm, diese Liebe. Ich lese über Liebe wie über Cholera. Ich lerne die Charakteristika, die Symptome. Wie es sich anfühlt? Wie es ist? Keine Ahnung. Aber im Lehrbuch steht, dass…

Ist der Tod einem ungeliebten Leben nicht vorzuziehen?

Tavor zum Frühstück. Whiskey statt Kaffee.

Und keine Ahnung, wie ich die zwei Tage bis zum nächsten Dr. H. Gespräch überleben soll. Ertrage ich es überhaupt ihn zu sehen? Unwürdiges Würmchen weint sich vor toll-Mensch die Augen aus und entblößt die liebensunwerte stinkende Seele. „Da, dieser verschrumpelte, schwarze Klumpen, der so brechreizerregend duftet, das bin ich.“ Wie erniedrigend. Wie vertraut. Bin ich irgendwann in meinem Leben mal nicht erniedrigt worden?

Drogen nehmen. Verlockend. Aber nein. Falls ich in die Klinik muss, will ich dort nicht mit Entzugserscheinungen aufwarten. Es ist entwürdigend, so gesehen zu werden, schwitzend, stinkend, zitternd, sich vor Schmerzen windend, kotzend und scheißend. Lieber zu Hause selbst entgiften. Den ersten Tag habe ich schon durchgestanden. Noch heute, vielleicht morgen. Dann wird es besser. (Die Hoffnung stirbt zuletzt.)

Weiter Frühstücken. „Ein Löffelchen für Mami.“ – Happs, lecker lecker Tavor, süß auf meiner Zunge. „Ein Löffelchen für Papi.“ – Schluck, der Whiskey brennt in der Kehle, puh. Passend irgendwie, nicht wahr? Mami, die über Jahre Valium genommen hat, und Papi mit seinen Alkoholproblemen.

Durchhalten. Das Tages-Mantra. Durchhalten. Durchhalten. Durchhalten.

Höhnisch Gelächter im Kopf. Durchhalten – Wozu? Stirb, Dreckstück, stirb, stirb, stirb. Kriech in die staubige Ecke und bettle um Erlösung. Stirb.

Das neue Mantra des Tages: Schäm dich und sterbe. Schäm dich und sterbe. Schäm dich und sterbe.

Verdammt – stirb endlich! Hörst du? Stirb. Stirb.

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Uni und T. und Paranoia

Mit den Mädels zusammensitzen und über den Biophysik-Aufgaben brüten. Ich bin froh, so schnell Anschluss gefunden zu haben. Menschen, mit denen ich auf einer Wellenlänge liege. Mit denen ich auch einfach nur so plaudern und rumalbern kann und vor denen ich mich nicht schäme, wenn ich irgendeine Aufgabe nicht verstehe. Es fühlt sich gut an, in dieser Gruppe zu sitzen und dazuzugehören.

Für eine Weile ist alles in Ordnung. Nette Menschen um mich herum. Gespräche ohne Ängste, was sie von mir denken. Den Kopf beschäftigt mit den Seminaraufgaben.

Aus den Augenwinkeln sehe ich eine vertraute Gestalt – T. Er sieht mich nicht. Zum Glück. Ich weiß nicht, wie ich reagiert hätte, wenn er auf mich zugekommen wäre.

Allein ihn zu sehen wühlt alles auf und löst eine Flut an Gefühlen aus. Im ersten Moment möchte ich aufspringen und zu ihm rennen und ihn umarmen und ihm beichten, dass ich bei der Polizei war. Dann wieder möchte ich auf ihn zeigen, laut schreien, was für ein Schwein er ist. Und schließlich werde ich ganz still und traurig und könnte weinen, weil alles noch so weh tut.

Ich liebe ihn und hasse ihn. Ich fühle mich noch immer zum Schweigen verpflichtet und bin doch auch stolz, geredet zu haben. Er tut mir leid und gleichzeitig wünsche ich mir so sehr, dass er bestraft wird.

Ach fuck. Die Uni ist doch wirklich groß genug. Wieso müssen sich unsere Wege doch wieder kreuzen? Gerade jetzt, als ich glaubte, ein bisschen Distanz aufgebaut zu haben und wieder nach vorne schauen zu können.

Und dann fängt die böse paranoide Stimme an zu flüstern: Es war kein Zufall. Alles geplant. Ein großes Experiment. Sie beobachten dich. Spielen mit dir. Alle, alle wissen Bescheid, und nur du bist das vermeintlich ahnungslose Versuchskaninchen. Sie experimentieren mit dir, bis du keinen Nutzen mehr für sie hast. Und dann töten sie dich.

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