eisblau&honigsüß

Sonntag! Abend!

Jetzt rufen diese nervigen Marktforschungsfritzen schon Sonntag Abend an. Sonntag! Abend! Sonntagabend!!

Bin ich die einzige, der als „Benimmregel“ beigebracht wurde, dass man sowohl sonntags als auch abends (und erst recht: Sonntag abends) nicht einfach so irgendwelche Leute anruft? Familie und enge Freunde, ja. Selbstverständlich auch Notrufe. Aber das war’s dann auch.

Mich nervt und ärgert das. Woher die meine Nummer haben, weiß ich nicht – im Telefonbuch stehe ich nicht drin. Aber diese Marktforschungsfritzen haben ja irgendwelche anderen Möglichkeiten, Telefonnummern zu bekommen…

Irgendwann letztes Jahr gingen die mir schon mal ordentlich auf den Wecker. Da haben sie zwei Wochen fast täglich angerufen (ich bin nie rangegangen). Immerhin nicht abends und nicht am Wochenende. Das hat sich nun offenbar geändert. Täglich klingelt das Telefon, gerne auch abends, und auch das Wochenende scheint kein Tabu mehr zu sein.

Ich frage mich, wie lange sie es dieses Mal durchhalten. Wieder zwei Wochen? Oder länger? (Bitte nicht.)

Und ich frage mich, was da eigentlich die beste Strategie ist: Nicht drangehen? Drangehen und unfreundlich abweisen? Drangehen und freundlich bitten, die Anrufe zu unterlassen?

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zum Jahresabschluss: Streit statt Sekt

Nun nähert sich der Jahreswechsel und die Vorfreude, die mir in der letzten Zeit so viel Halt gegeben hat, schwindet fast bis zur Nichtexistenz. Pläne fallen ins Wasser, Freunde streiten sich und wollen Silvester nicht mehr miteinander verbringen.

Es war seit Wochen Monaten geplant, dass wir Silvester bei X. verbringen, sofern ihre Eltern außerhalb feiern und wir das Haus für uns haben. So ist es nun auch. Ihre Eltern fahren weg, wir hätten reichlich Platz zum Feiern und Übernachten, könnten in einer der – wie ich finde – schönsten Gegenden des Landes das neue Jahr begrüßen.

Aber nun gibt es da eben Streitigkeiten, und die Bereitschaft, sich wieder zu versöhnen, hält sich sehr in Grenzen… E. will nicht mehr wegfahren. Will hierbleiben, will den Abend nach „Plan B“ verbringen (da wir erst kurzfristig sicher wussten, ob die Eltern von X. wegfahren, wurde natürlich ein Ersatzplan geschmiedet). Argumentiert, dass sie ja so viel Arbeit in Plan B investiert hat – was stimmt, aber niemand hat sie dazu gezwungen, und es war eben von Anfang an nur Plan B…! Aber eigentlich geht es eh nur darum, dass E. und X. verstritten sind.

X. wird sicher nicht hierher kommen. Sie bleibt in ihrer Heimatstadt. Ich an ihrer Stelle würde auch dortbleiben, allemal, wenn es hier eh nur Streit geben würde.

Und ich? Ich stehe wieder blöd dazwischen und soll entscheiden.

Wenn ich darauf bestünde zu X. zu fahren, würde E. vielleicht mitkommen (dann gibts Streit) oder vielleicht auch nicht (dann gibts Vorwürfe, dass sie alleine feiern musste und wie beschissen das war).

Bleibe ich mit E. hier, wird die Stimmung vermutlich auch nicht so bombastisch, weil ich eigentlich lieber bei X. wäre und nur E. zuliebe hierbliebe, was ihr vermutlich durchaus bewusst wäre, und dann würden wir vermutlich irgendwann genervt deswegen in Streit geraten.

Und natürlich ist auch X. enttäuscht, wenn ich nun doch nicht zu ihr komme sondern hierbleibe. Wir sehen uns doch sowieso schon nur so selten.

Ich kann’s nicht allen recht machen. Und ehrlich gesagt bin ich auch ein wenig wütend, dass ich in diese Situation gebracht wurde, in der ich mich gewissermaßen zwischen meinen Freunden entscheiden muss. Irgendjemanden muss ich zurückweisen, irgendjemandem den Vorzug geben.

Statt mich nun wirklich mal auf Silvester zu freuen, wäge ich ab, mit welcher Entscheidung ich für den wenigsten Unmut sorgen würde. Stecke wieder einmal zurück, ignoriere meine eigenen Wünsche. Und spüre tief in mir den Zorn brodeln, weil X. und E. beide nur an ihr eigenes Silvesterfest denken, nur daran, dass sie einen schönen Jahreswechsel erleben. Wie es mir gerade geht und dass Silvester für mich so nicht schön ist, interessiert niemanden.

Vielleicht waren die Jahre, in denen ich an Silvester lange vor Mitternacht ins Bett gegangen bin und den Jahreswechsel schlafend verbracht habe, gar nicht mal so übel…

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maaaann!

Nein, ihr dämlichen Bälger liebreizenden Kindchen braucht euch gar keine billigen Aldi-Fetzen ach-so-gruseligen Kostüme überzuwerfen. Das Betätigen meiner Klingel reicht vollkommen aus um meinen Puls in den Himmel schießen zu lassen. Also verzieht euch. Klingelt woanders. Oder kauft euch von eurem Taschengeld selbst ’ne Tüte Karies Bonbons.

Ich.

Hasse.

Halloween.

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Mister Superfreundlich

Hab ich mal erwähnt, wie ganz doll lieb ich meinen zuständigen Menschen vom Studiensekretariat habe? Ja, genau, dieser Wicht, der mir falsche Auskünfte gibt und sich dann nicht darum kümmern mag, die Sache wieder zu bereinigen. Der, wegen dem ich so Stress mit Neuropsychologie fürs Freimodul hatte. Dieses herzallerliebste Exemplar von Hilfbereit-und-Fleißig.

Montag habe ich ihn mal wieder genervt um Auskunft gegebeten. Beim Blick auf die Notenübersicht sah es doch an einer Stelle etwas falsch aus. Wer mag, darf gerne raten, um welches Modul es ging. Na? Richtiiiig – mein heißtgeliebtes Freimodul mal wieder. Oh, nein, nein, nichts Falsches denken – Neuropsychologie war tatsächlich korrekt eingetragen (aber das hat auch seine Vertretung gemacht, während Mister Superfreundlich im Urlaub war). Mein zweites Fach in diesem Modul hingegen entlockte mir ein „Hä?“.

Also wieder mal zu Mister Superfreundlich. Ihm geschildert, dass die Leistungspunkte im Freimodul nicht richtig verrechnet sind. Er ruft sich meine Noten auf, schaut mich genervt an (kann er auch anders schauen? ich glaube nicht) und blafft mich an: „Stimmt doch! Proteinchemie ist im Freimodul eingetragen! Wollten Sie doch so!!“

Durchatmen. Ruhig bleiben. Jaaa, das sollte dort eingetragen werden, das stimmt ja auch, aber die Leistungspunkte und die Noten, also nicht für die einzelnen Prüfungen, sondern für die Gesamtmodulleistung… „Steht doch da! 1,3! 4 Punkte!“ Danke für’s Ausreden lassen -.-

Zweimal durchatmen. Doppelt ruhig bleiben. Jaaa, das steht da, sehe ich selbst, lesen kann ich schließlich seit der ersten Klasse. Aber es stimmt so nicht. Das sind nur Note und Punkte von Neuropsychologie. Proteinchemie ist richtig eingetragen, aber nicht richtig verrechnet, hab ich doch schon x Mal gesagt jetzt. Er verdreht die Augen (wirklich!), „Aha, und das stimmt so nicht, Ihrer Meinung nach?“

Neee, das passt alles super, deswegen bin ich ja hier, nicht wahr? Weil Sie ausnahmsweise mal was richtig gemacht haben *augen verdreh* Richtig, das stimmt so nicht. Ich müsste für das Modul 7 Leistungspunkte haben, und die Note müsste eine 1,5 sein. Mister Superfreundlich starrt grimmig auf den Monitor (hey, der arme kann doch nichts dafür *schnüff*), dann grimmig auf mich (ich auch nicht *doppelschnüff*). „Aha. Na, wenn Sie meinen. Ich schau mir das später an. Sie sind ja nicht die einzige, die irgendwas will. Ich hab da jetzt keine Zeit dafür.“

Dienstag war immer noch alles beim Alten. Mittwoch ebenfalls. Donnerstag Nachmittag auch. Da habe ich dann mal eine höfliche Mail geschrieben. Dass es leider leider immer noch nicht korrigiert wurde und ich mich jetzt frage, ob das vielleicht ein größeres Problem ist, weil ich das Modul ja rein rechnerisch überpunktet habe, und ob ich da erst mit dem Prüfungsausschuss reden müsse oder so? Man weiß ja nie…

Heute steht es endlich richtig drin. Eine kurze Mail ala „Sehr geehrte Frau P., ich habe die Eintragung im Freimodul nun korrigiert. MfG, Mister Superfreundlich“ – kam natürlich nicht. Klar, er hat ja soooo viel zu tun. Online-Shops nach schicken T-Shirts durchsuchen, z.B., während der Arbeitszeit… Mister Superfreundlich muss ja auch supergut angezogen sein, so im Publikumsverkehr, nicht wahr?

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technische Verschwörung

Ich glaube allmählich an eine Verschwörung der Technik. Wirklich, die will mich fertig machen. Sonntag hat sich mein Laptop verabschiedet. Montag Abend die (einzige) Lampe in meinem Bad. Gestern stand ich plötzlich im Stockdunkeln in meiner völlig stromfreien Wohnung. Heute Früh ist die Glühbirne im Wohnzimmer durchgeknallt.

Was passiert heute Abend? Vielleicht explodiert der Kühlschrank? Oder der Haarfön wird zum Flammenwerfer?

Gut, bis auf das Laptop ist alles halb so wild. Für’s Bad musste ich zwar erstmal zum Baumarkt fahren um eine neue Leuchtröhre zu besorgen, aber jetzt habe ich wieder Licht. Glühbirne in der Deckenleuchte tausche ich heute Abend aus. Strom habe ich ja auch wieder, dank liebem Nachbarn, der sich in unserem äußerst verwirrenden Sicherungskasten auskennt.

Trotzdem nervt es, dass gerade irgendwie alles kaputt geht. Reicht’s nicht, dass ICH kaputt bin!?

(Über Termin mit Dr. H. gestern schreibe ich vielleicht heute Abend. Muss jetzt gleich ins Labor – erster Tag vom Praktikum. Bin nervös.)

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