eisblau&honigsüß

umgerannt

Ich nehme sie nur am Rande wahr. Diese junge Frau, die plötzlich losrennt. Kümmert mich nicht. Warum auch? Irgendwo rennt jemand mit breitem Lachen los – so what?! Alltag in einer großen Stadt.

Erst, als sie mich umrennt, sie mich lachend umarmt, umherwirbelt, zu Boden reißt… bemerke ich sie wirklich. E., meine liebe liebe liebe E.!

Es tut so gut. So so so so so gut.

Umgerannt werden. Umarmt zu werden. Geliebt zu werden…

Natürlich hat sie mitbekommen, dass es mir sehr schlecht ging… Tabletten, Überdosis…  Krankenhaus… Überleben… Psychiatrie… Sie wusste, dass ich es überlebt hatte, und trotzdem – oder deswegen – war sie in diesem Moment so froh, mich lebend zu sehen, dass sie einfach auf mich zugerannt ist, mich umarmt hat, bis wir beide auf dem Boden lagen, mitten in der Fußgängerzone… scheiß drauf, was andere Passanten da gedacht haben mögen!

Momente, die ich nicht vergessen werde… niemals, niemals, niemals vergessen werde.

Werbeanzeigen
2 Kommentare »

ungeschminkt

„Viel zu anstrengend… Lass es bleiben… Sag ab, irgendeine Ausrede findet sich schon, Magen-Darm geht immer… oder die neuen Medis, Nebenwirkungen, kann man ja bisschen übertreiben, dann passt das… aber nicht aufstehen, okay? Nicht aufstehen, nicht Bahnhof, Zugfahren, X. treffen, wieder Zugfahren… Viel zu viel! Hörst du? Viel-zu-Viel!!“

Fast hätte ich nachgegeben. Das bloße Aufstehen kostet schon so verdammt viel Kraft. Irgendetwas tun, unternehmen ist Anstrengung hoch drei. Und das noch den ganzen Tag! Puh.

Schlussendlich habe ich nicht nachgegeben. Aufstehen, fertig machen, Bus, Bahnhof, Zug. Soooo anstrengend. Erst als ich an meinem Ziel ankam und meine liebe liebe X. in die Arme schließen konnte, war plötzlich alles gar nicht mehr so schlimm.

Er war schön, dieser Tag. Gepflegtes Nichtstun. Einfach nur am See rumsitzen, Eis essen, quatschen über Gott und die Welt. Es ist so wunderbar, Menschen zu treffen, die man kennt und bei denen man weiß, dass man nicht bewertet wird und nichts leisten muss. Das reine Dasein reicht, es reicht vollkommen. Nur sich sehen, zusammen sein, Zeit miteinander verbringen. Nein, es ist mehr als „es reicht“ – es ist toll, perfekt, kraftgebend. Zu wissen, dass man nichts tun muss, nichts beweisen muss. Keine Anstrengungen notwendig, keine Lügen, keine Masken. Ich bin, wie ich bin, und ich bin hier mit dir, die Sonne scheint und die Wellen des Sees plätschern am Ufer. Mehr braucht es nicht. Wir brauchen nicht einmal permanent zu reden. Keine krampfhafte Suche nach Gesprächsthemen. Entweder ergeben sich die Gespräche von selbst oder wir sitzen einfach schweigend beisammen. Beides ist okay, beides ist gut.

Manchmal, nach Tagen wie diesen, fühle ich mich wie eine Kugel an einem Berg. Es kostet so verdammt viel Kraft die Kugel nach oben zu schieben. Aber wenn man oben ist, wenn man die Anstrengung hinter sich hat – dann kann man loslassen. Die Kugel rollt von ganz alleine ihren Weg entlang.

Mir scheint das manchmal das größte Problem bei der Depression zu sein: den Berg heraufzukommen. Bei jeder noch so kleinen Tätigkeit. Ich weiß, dass die Kugel von selber rollen wird – aber erstmal muss ich sie den Berg hochschieben. Viel, viel Kraft aufbringen, damit die Dinge ins Rollen kommen. Jedes Mal aufs Neue. Jeden Morgen nach dem Aufwachen, zigtausendmal am Tag. Hochschieben – und dann geht es. Wieder und wieder und wieder.

Ich bin froh, dass ich Freunde habe, zu denen ich ehrlich sein kann und darf. X. ist so eine Freundin. Ihr muss ich nichts vorlügen. Ihr kann ich sagen, dass ich wieder eine depressive Episode habe und alles so verdammt anstrengend ist. Ich muss nicht lügen – ich kann sagen, dass ich keine Ahnung habe, ob ich die Kraft aufbringe, wirklich zum See zu fahren. Sie schafft es auf eine angenehme Art und Weise, mich dazu zu ermutigen. Und wenn wir uns dann wirklich sehen, erwartet sie nichts von mir. Wir müssen nichts tun. Nicht ewig rumlaufen, nichts besichtigen, nichts unternehmen. Es ist voll und ganz ausreichend, dass wir zusammen sind. Und wenn ich nach dem Kraftakt aus Aufstehen, Waschen, Anziehen, Busfahren, Zugfahren einfach nur noch irgendwo rumsitzen will – dann sitzen wir eben nur rum. Nur kurz ein paar Minuten Fußweg vom Bahnhof runter zum See, ein schönes Plätzchen gesucht, und da sitzen wir dann eben den ganzen Tag, reden oder schweigen, beides ist okay.

Ich weiß nicht, ob sie wirklich eine Vorstellung davon hat, wie sich Depression anfühlt. Wie Depression ist. Aber das spielt auch keine Rolle. Sie weiß, dass ich immer wieder depressiven Episoden durchlebe. Und sie akzeptiert das einfach. Nimmt es hin und macht das beste draus. Wenn es mir gut geht und ich was unternehmen will – super, dann unternehmen wir was. Wenn mich die Depression fesselt und mich schon das Treffen alle Kraft kostet, dann sitzen wir eben entspannt irgendwo zusammen am See. Beides ist okay, beides ist gut.

Solche Erlebnisse tun mir gut und geben mir Kraft. Das Wissen, dass ich angenommen werde, wie ich bin. Dass ich nicht immer Leistung bringen muss. Dass ich einfach nur Da-Sein kann – und dass das vollkommen ausreichend ist. Nur Da-Sein, Zusammen-Sein. Ohne irgendetwas Besonderes tun, ohne irgendwelche herausragenden Leistungen bringen zu müssen.

Nur Da-Sein. Ich-Sein. Ohne Lügen, ohne Masken. Ungeschminkt, wie ich eben bin.

1 Kommentar »

das Wochenende in zwei Worten

Mein Wochenende lässt sich gut und vollständig mit zwei Worten zusammenfassen: geschlafen, geweint.

Der nie so ganz verarbeitete Tod meines Bruders tut dieses Jahr besonders weh. Ich weiß nicht, warum. Ich manchen Jahren sind es nur flüchtige Gedanken an ihn. In anderen Jahren wirft mich die Trauer nieder, als ob er erst gestern gestorben wäre. Es tut so weh.

Mit E., einer sehr guten Freundin, habe ich mich heftig gestritten. Momentan herrscht Funkstille. Auch das tut weh. Der Streit kam so plötzlich, kein lange schwelender Konflikt. Ich denke, dass wir uns irgendwann aussprechen werden und dann wieder alles okay ist. Mehr oder weniger okay – sie ist nachtragend. Wie mit anderen blöden Situationen, so wird sie mir auch das immer wieder unter die Nase halten und darauf hinweisen, wie scheiße das für sie war. (Und ignorieren, dass ich rein gar nichts dafür konnte, es nicht meine Schuld ist, und sie erheblich dazu beigetragen hat, dass eine vorher nur blöde Situation schließlich eskalierte.)

Mittwoch habe ich nochmal einen Termin in meinem zukünftigen Labor. Die Doktorandin, an deren Projekt ich mitarbeiten werde, möchte mich auch mal kennenlernen bevor es losgeht. Sympathie-Check. Ich hasse sowas. Ich sei ein sympathischer Mensch, wird mir immer wieder bestätigt. Dummerweise muss ich erstmal auftauen, bevor das zum Vorschein kommt. Gegenüber Fremden bin ich sehr distanziert und wirke oftmals kalt und abweisend. Aber sofern sie nicht denkt, dass sie mit mir absolut gar nicht arbeiten kann, ist es okay.

Die Klinikleute – Dr. H., der Herr Psychiater, die Pflege – freuen sich alle sehr, dass ich endlich eine Stelle gefunden habe und bald die Masterarbeit machen kann. Sie glauben, dass mir das gut tun wird. Alltagsstruktur, sinnvolle Beschäftigung, eine Arbeit, die mir Spaß macht. Ich glaube das auch. Die erste Zeit wird vermutlich sehr schwierig werden, weil erstmal noch einiges nerviges Zeugs geregelt werden muss, fremde Umgebung, fremde Menschen, Einarbeiten, von langer Zeit Nichtstun wieder auf reguläre Arbeitstage umstellen etc. etc. Aber ich denke, ich werde von Seiten der Klinik maximale Unterstützung bekommen und dann wird das auch klappen, irgendwie.

Suizidgedanken sind nach wie vor sehr präsent, aber gut kontrollierbar. Nur ab und zu werden sie übermächtig. Aber dann nehme ich Bedarf oder geh in die Klinik. Schwieriger ist der Selbstverletzungsdruck. Der ist nur schwer zu ertragen und mit Skills komme ich momentan auch nicht weit. Vermutlich, weil ich gar nicht skillen will – ich will mich verletzen. Warum ich es dann nicht einfach tue? Keine Ahnung. Vielleicht, weil ich es nicht zu 100% will. Ich will mich verletzen und will es gleichzeitig auch doch nicht. Ich hänge irgendwo dazwischen, kann mich nicht zum Verletzen durchringen, aber skille auch nur halbherzig.

2 Kommentare »

was ist richtig, was ist falsch

Er sucht immer noch den Kontakt zu mir. Auch wenn ich seit dem „Vorfall“ auf keine seiner Nachrichten reagiert habe. Er gibt nicht auf. Er. Gibt. Nicht. Auf.

„Der ist voll verliebt in Sie!“, vermutet die Frau Ärztin. Und ja, das ist er wohl. Auch wenn ich nicht verstehe, warum er sich ausgerechnet in mich verliebt hat. Aber so ist es nunmal. Er ist verliebt in mich.

Ich möchte vor Scham im Erdboden versinken. An mir ist nichts, in das man sich verlieben könnte. Nichts! Was die Ärzte wohl denken, wenn sie hören, dass ein Mann sich ausgerechnet in mich verknallt hat?!?

Wie ich mich verhalten soll, weiß ich wirklich nicht.

Nach dem nicht so wirklich gewollten Sex mit ihm, ist jegliches Vertrauen zu ihm zerbrochen. Ich wollte nicht mit ihm ins Bett. Ich konnte mich nur nicht dagegen wehren, nicht nein sagen, keine Grenze ziehen. Trauma-Modus: sei still, sei brav, wehr dich nicht, dann tut’s weniger weh und ist schneller vorbei. Es war nicht ich, die erwachsene Frau, die da gehandelt hat – es war das missbrauchte Kind, und es hat sich so verhalten, wie es gelernt hat, dass es am wenigsten schlimm ist.

Wenn ich ihn wieder treffen würde – wie wäre es dann? Die Freundschaft, ganz locker und ungezwungen, wie sie bisher gewesen ist, existiert wohl nicht mehr. Das Vertrauen zu ihm ist hinüber. Trotzdem bleibt ein Rest von Zuneigung… Ich mag ihn, ja, und trotz allem kann ich ihn nicht hassen. Ich bin nicht wütend auf ihn. Ich bin nur enttäuscht und verletzt. Aber ich mag ihn immer noch.

Und wenn ich ehrlich bin: begehrt zu werden tut dem Selbstwertgefühl wirklich gut.

Nur mehr als „begehrt werden“ kann ich mir nicht vorstellen. Ich will keine Beziehung. Ich will keinen Sex. Ich will nicht in seinen Phantasien vorkommen, während er masturbiert.

Ich bin so durcheinander. Ich weiß nicht, was ich denken und fühlen soll. Ich weiß nicht, was richtig ist und was falsch.

Ich möchte Menschen, die an meiner Seite sind. Aber nur als Freunde.

Ich finde es schön, begehrt zu werden. Aber nur, wenn es bestimmte Grenzen nicht überschreitet.

Ich habe sexuelle Phantasien. Aber ich selbst will nicht die Hauptrolle in den Phantasien anderer spielen.

Ich sehne mich nach der Nähe zu einem Mann. Aber vollbekleidet und ohne Sex.

Ich hätte gerne einen Partner. Aber als besonders wichtigen Freund und nicht im Sinne von Beziehung.

Ich mag Sex. Aber nur in meinem Kopf.

… Aber …

Nichts ist klar, momentan. Nicht, nichts, nichts.

Es hat so vieles aufgewühlt in mir. Gedanken, Gefühle, Erinnerungen. Wer bin ich? Bin ich eine Frau? Will ich meine Weiblichkeit? Will ich meine Weiblichkeit mit einem Mann teilen? Will ich eine Beziehung? Wie könnte eine Beziehung für mich funktionieren? Mag ich Sex – in real, nicht nur in der Phantasie? Mag ich ihn sehr? Liebe ich ihn? Finde ich es schlimm, was passiert ist? Ist es meine Schuld, dass es passiert ist? Soll ich mich mit ihm treffen? Soll ich mich auf eine Beziehung mit ihm einlassen? Soll ich es mit „Freundschaft plus“ probieren? Was will ich?? Was kann ich??

Und was ist überhaupt passiert????? Wir sind lange befreundet gewesen. Er hat sich in mich verliebt. Ich habe es nicht gemerkt. Er hat es mir gesagt. Es kam zum Geschlechtsverkehr. Ich wollte das nicht. Aber ich habe mich nicht dagegen gewehrt. Bin ich also selber schuld? Ich hätte nein sagen müssen. Nein sagen können? Ab hier wird es schwierig. Wenn ich nicht klar sagen kann, dass ich das nicht will – kann er es dann wissen? Ich wollte nicht mit ihm ins Bett, aber ich habe nichts gesagt. Nichts sagen können. Bin ich schuld? Ist er schuld? Sind wir beide gleichermaßen schuld? Sind die Täter von damals schuld? Keine Ahnung. Absolut keine Ahnung.

Es ist so durcheinander gerade. Alles. Ich. Weiblichkeit. Gefühle. Liebe. Beziehung. Grenzverletzungen. Missbrauch. Er. Er. Er. Er. Er.

1 Kommentar »

Wie egoistisch bin ich? Und wie viel Egoismus ist okay?

In der letzten Zeit habe ich mich für meine Verhältnisse sehr oft mit Freunden getroffen. Ich solle mich nicht zu sehr zurückziehen, mich nicht zu Hause einigeln, ich solle rausgehen, was unternehmen, Kontakte pflegen. Empfahl mir Dr. H. und ich denke, dieser Rat ist prinzipiell ganz gut (abgesehen davon, dass der Grat zwischen „viel“ und „zu viel“ bei sozialen Kontakten bei mir sehr, sehr schmal ist).

Nun ist es aber so, dass ich momentan sehr gezielt und strikt entscheide, mit wem aus meinem Freundeskreis ich wie viel Zeit verbringe. Es gibt ein paar Leute, mit denen ich fast täglich in irgendeiner Weise Kontakt habe – und andere, zu denen jeglicher Kontakt auf Eis gelegt ist.

Kontakt pflege ich derzeit nur zu denen, die ich nicht in der Klinik kennengelernt habe. Kommilitonen, ehemalige Kollegen aus dem Labor, Freunde aus der Schulzeit, und was man eben sonst noch so an Bekanntschaften hat. Gesunde, normale Menschen, die mit Psychiatrie rein gar nichts am Hut haben und die voll im Leben stehen.

Es tut mir gut, diese Normalität zu erleben. Gespräche, die sich nicht um Krankheit, Klinik, Ärzte, Medikamente, Therapien drehen. Sondern um ganz Alltägliches, natürlich auch viel Uni- und Laborgeschichten. Treffen, um einfach Zeit miteinander zu verbringen und Spaß zu haben – nicht um sich gegenseitig zu stützen, abzulenken, aufzubauen.

Letzteres ist bei Psychiatrie-Freundschaften leider (?) oft der Fall. Unbeschwert Spaß haben ist selten. Stattdessen wird endlos darüber gesprochen, wie es einem gerade geht, welche Probleme man hat, Therapien, Ärzte, Krankheit hier, Krankheit dort.

Alle, mit denen ich auch nach der Entlassung in Kontakt blieb, sind nach wie vor weit entfernt von „gesund“. Alle in Kliniken oder auf Wartelisten von Kliniken, alle immer wieder in der Geschlossenen, allen geht es permanent schlecht (zur Abwechslung auch mal sehr schlecht), und immer wieder wird mir von Selbstverletzungsdruck und Suizidgedanken erzählt.

Ich will das alles gerade nicht hören. Ich gehe brav zu meinen Terminen beim Herrn Ambulanzpsychiater und bei Dr. H., ich setze mich hier im Blog und in Gedanken immer wieder mit meinen Problemen auseinander. Das reicht, und mehr Zeit will ich nicht mit diesem ganzen Psychiatrie-Kram verbringen.

Also halte ich die Psychiatrie-Freunde strikt auf Abstand. Sage, dass ich gerade Zeit für mich brauche. Sie nicht treffen, nicht mit ihnen schreiben will. Dass ich dem einen oder anderen damit wehtue, weiß ich. Auch, dass sich manche im Stich gelassen fühlen. Enttäuscht sind, dass ich sie „fallen lasse“.

Und bringe ich mit meinem Verhalten nicht auch eine Art Abwertung oder Geringschätzung zum Ausdruck? Signalisiere ich damit nicht irgendwie, dass sie mir zu krank, zu gestört sind?

Ich habe ein schlechtes Gewissen. Sollten Freunde nicht füreinander da sein, in guten und in schlechten Zeiten? Andererseits gibt es Psychiatrie-Freunde, bei denen es ausschließlich schlechte Zeiten gibt. Und für die ich da bin – aber sie nicht für mich.

Ist es egoistisch, dann zu sagen: Ich brauche Normalität, um selber wieder stabil zu werden und mein Leben in die richtige Richtung zu lenken? Ich brauche Abstand zu Psychiatrie-Themen, um mich vom Kranksein lösen zu können? Ich brauche meine Kraft, um meine eigenen Probleme anzugehen, und kann/will mich nicht um andere Menschen und deren Nöte kümmern?

Und ist es egoistisch zu sagen: Ich treffe mich nur mit bestimmten Freunden, weil sie so herrlich normal sind? Weil es mich motiviert, wieder zu arbeiten, wenn ich die Laborgeschichten höre? Weil mich die Normalität rauszieht aus dem Psychiatrie-Sumpf und mir hilft, wieder ins Leben zurückzufinden?

Ich weiß es nicht. Ich fühle mich unglaublich egoistisch und asozial. Da sind die Psychiatrie-Freunde, denen es nicht gut geht und die Kontakt zu mir suchen, weil ich ihnen gut tue – und ich stoße sie komplett weg. Und da sind die normalen Freunde, mit denen ich intensiven Kontakt pflege – mit dem Hintergedanken, dass sie mir gut tun, mich motivieren, mir Kraft geben, mir ins Leben zurückhelfen.

Die einen lasse ich fallen – die anderen benutze ich.

Oder?

8 Kommentare »