eisblau&honigsüß

Erfolgsmomente

… und dann gibt es doch wieder diese Zaubermomente, in denen die Traurigkeit und die Leere und die Hoffnungslosigkeit wie weggeblasen sind. In denen man im Labor sitzt und sich fühlt wie ein kleines Kind unterm Tannenbaum vor dem Geschenkeberg.

Man schaut durchs Mikroskop und versteht im ersten Moment gar nicht, was man da eigentlich sieht. Denkt, da ist was falsch gelaufen. Macht ein paar Tests. Guckt wieder. Und immer wieder.

Und irgendwann rennt man mit irrem Grinsen zur Chefin, „Du, komm mit, das musst du dir anschauen!!!“ Und die Chefin ist überrascht, aber folgt ohne Fragen. Sie schaut durchs Mikroskop, schüttelt den Kopf, schaut nochmal, „Das ist ja irre!“ Lachen und Schulter-Klopfen. „Wahnsinn! Echt spitze gemacht!“

Es ist schon sieben Uhr abends an einem Freitag, als man dann doch irgendwann an der Bushaltestelle steht. Mit Strahlegrinsen, als ob man auf Drogen wäre.

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yes, YES, YES!!!

Nach vielen Gesprächen, Emails und Formularen gab’s heute endlich die Erlösung: Ja, ich darf die Klausur mitschreiben 😀

 

Neuropsychologie

 

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gelernt (1)

  1. Ich bin bei weitem nicht mehr so nervös wie früher, wenn ich eine Präsentation machen muss.
  2. Ich kann Vorträge auch in einer Fremdsprache halten und trotzdem frei und ohne stottern reden.
  3. Sich selbst Mut zusprechen und positive Gedanken formulieren hilft ungemein, um nicht panisch zu werden.
  4. Ein ermutigendes Lächeln zum richtigen Zeitpunkt ist Gold wert.
  5. Fragen werden gestellt, weil Interesse am Thema besteht, und nicht, um mich in Verlegenheit zu bringen – niemand will mir etwas Böses und die lieben Kommilitonen von heute haben nichts mit den Idioten zu tun, die mich in der Schule gemobbt haben.
  6. Es ist kein Drama, wenn ich eine Frage nicht beantworten kann.
  7. Ein guter Vortrag, viel Lob und die abfallende Anspannung können richtig high machen 😀

 

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Gruppenarbeit

Mittwoch haben wir das Praktikumsprotokoll abgegeben, gestern hat die Tutorin uns gemailt, dass sie es fertig korrigiert hat und wir zur Besprechung vorbeikommen können. Heute Früh waren wir bei ihr, haben sehr viel Lob bekommen und sind strahlend wieder gegangen. Bis auf ein paar Kleinigkeiten mussten wir nichts verbessern. Die Korrektur hatten wir dann auch in rekordverdächtigen zehn Minuten erledigt.

Hach, so macht Protokolle-Schreiben doch wirklich Spaß 😉

Letztes Semester war das ja immer ein nervenfressendes Theater. Wie üblich hatten wir nach dem Praktikum immer aufgeteilt, wer was schreibt. L. hat ihren Teil gemacht, ich habe meinen Teil gemacht – von C. kam nie etwas. Da L. und ich aber fest mit seinem Beitrag rechneten, lief es dadurch letztendlich immer darauf hinaus, dass wir kurz vor Fristablauf feststellen mussten, dass noch verdammt viel fehlt, und wir den Rest unter Zeitdruck mehr schlecht als recht schreiben mussten. Entsprechend viel mussten wir dann natürlich auch korrigieren…

Meine jetzige Gruppe ist da wesentlich angenehmer. Meine Mädels sind zum Praktikum vorbereitet, arbeiten konzentriert mit, jeder trägt seinen Teil zum Protokoll bei. Ein Musterbeispiel für funktionierende Gruppenarbeit und ein harter Kontrast zu dem Theater letztes Semester.

So ist das alles viel weniger stressiger und macht auch deutlich mehr Spaß (vom höheren Lernerfolg mal ganz abgesehen). Ich mag meine Gruppe.

Und vielleicht… ganz vielleicht… wird auch das Praktikum, in dem wir unsere Seh- und Hörleistung untersuchen müssen, gar nicht so schlimm werden. Was soll schon passieren, wenn wir uns doch gut verstehen und uns sympathisch sind und selbst meine Narben so gar kein Problem darstellen?! Wird schon alles gut gehen.

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gelernt (1)

Was ich heute gelernt habe:

  1. Wenn ich ein Problem habe und eine gute Idee, wie ich es lösen könnte, kann ich mühelos 1000 Gründe finden, warum die Lösung auf keinen Fall funktionieren wird, und mich damit wunderbar in die Verzweiflung treiben.
  2. Ich kann die Idee aber auch einfach mal ausprobieren und feststellen, wie herrlich unkompliziert sich das Problem lösen lässt.
  3. Nicht jedes Problem muss radikal durch Suizid aus der Welt geschafft werden.
  4. Es gibt Menschen, die Verständnis haben. Auch für Depressionen und die damit verbundenen Schwierigkeiten.
  5. Erleichterungstränen fühlen sich ganz wunderbar an.
  6. Mutig sein auch.
  7. Ich brauche nicht bei jedem Hindernis jemanden, der eine Leiter aufstellt, meine Hand nimmt und mir beim Drüberklettern hilft. Ich kann das Hindernis auch aus eigener Kraft überwinden.
  8. Ich habe Einfluss darauf, wie mein Leben verläuft. Ich bin dem Leben nicht ausgeliefert.
  9. Ich bin erwachsen. Ich bin kein hilfloses Mädchen mehr.
  10. Ich darf stolz auf mich sein.
  11. Ich kann stolz auf mich sein.

 

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