eisblau&honigsüß

Sonntag! Abend!

Jetzt rufen diese nervigen Marktforschungsfritzen schon Sonntag Abend an. Sonntag! Abend! Sonntagabend!!

Bin ich die einzige, der als „Benimmregel“ beigebracht wurde, dass man sowohl sonntags als auch abends (und erst recht: Sonntag abends) nicht einfach so irgendwelche Leute anruft? Familie und enge Freunde, ja. Selbstverständlich auch Notrufe. Aber das war’s dann auch.

Mich nervt und ärgert das. Woher die meine Nummer haben, weiß ich nicht – im Telefonbuch stehe ich nicht drin. Aber diese Marktforschungsfritzen haben ja irgendwelche anderen Möglichkeiten, Telefonnummern zu bekommen…

Irgendwann letztes Jahr gingen die mir schon mal ordentlich auf den Wecker. Da haben sie zwei Wochen fast täglich angerufen (ich bin nie rangegangen). Immerhin nicht abends und nicht am Wochenende. Das hat sich nun offenbar geändert. Täglich klingelt das Telefon, gerne auch abends, und auch das Wochenende scheint kein Tabu mehr zu sein.

Ich frage mich, wie lange sie es dieses Mal durchhalten. Wieder zwei Wochen? Oder länger? (Bitte nicht.)

Und ich frage mich, was da eigentlich die beste Strategie ist: Nicht drangehen? Drangehen und unfreundlich abweisen? Drangehen und freundlich bitten, die Anrufe zu unterlassen?

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1-2-3

Nachdem meine alte Versicherungskarte kaputt ging und ich Ersatz anforderte, dauerte es nur ein paar Tage, bis mir eine neue Karte zugeschickt wurde.

Ein paar Tage später trudelte ein Brief mit einer weiteren neuen Karte ein.

Heute erhielt ich die dritte.

Irgendwie scheint meine Krankenkasse ein Verwaltungsproblem zu haben. Oder zu viel Geld.

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Wo meldet man eigentlich…

… defekte Ampelanlagen?

Ja, ausnahmsweise mal kein Psycho-Problem, sondern eine Fragestellung aus dem Alltag, die mich gerade ratlos dastehen lässt.

Es gibt da eine Kreuzung, die ich häufiger benutze und an der seit Tagen eines der Fußgänger-„Ampelmännchen“ nicht mehr funktioniert. Wäre das eine normale Lampe in meiner Wohnung, würde ich einfach die Glühbirne austauschen… Nun ist das aber eine öffentliche Ampelanlage. An einer stark frequentierten Straße.

Wer dort häufiger die Straße überquert, der wird wissen: „Ok, normalerweise wäre jetzt für mich grün. Ich geh also über die Straße.“ Wer die Kreuzung nicht kennt, steht ohne Leuchtsignal da und weiß nicht, wann die Straßenüberquerung sicher ist.

Dass es dort ein Problem gibt, habe ich schon vor Weihnachten bemerkt. Repariert wurde es offenbar immer noch nicht. Wie auch? Sieht man ja nur, wenn man an genau dieser Stelle in genau diese Richtung über die Straße will.

Ich finde es gefährlich, wenn an einer so stark befahrenen Kreuzung die Ampeln nicht richtig funktionieren. Nur wo meldet man sowas?!?

Polizei, lese ich im Internet. Es kommt mir etwas übertrieben vor. Die Polizei anrufen, nur weil eine Fußgängerampel eine neue Glühbirne braucht?! Nee. Nicht wirklich.

Stadtwerke, ist der zweite Vorschlag. Schon besser. Allerdings lese ich auf der Homepage, dass unsere Stadtwerke zwar für die Straßenbeleuchtung zuständig ist – von Ampelanlagen ist aber keine Rede.

Ich habe es trotzdem der Stadtwerke gemeldet. Die werden es hoffentlich an die richtige Stelle weiterleiten – und mich nicht dafür köpfen, dass ich sie unnötig mit Arbeit belästige… Hoffe ich.

Trotzdem frage ich mich: wo meldet man sowas eigentlich? Denn melden sollte man es schon. „Zufällig“ sieht man solche Ausfälle schließlich nicht, und man kann nicht erwarten, dass täglich Wartungsmenschen durch die Stadt gehen und alle Ampeln inspizieren… Also sollte man als Bürger Bescheid sagen, wenn irgendwo was kaputt ist. Allemal an vielbefahrenen Kreuzungen, wo es leicht zu Unfällen kommen kann, wenn Personen einfach so über die Straße laufen. Nur: wo und wem meldet man das?!?

(Da appeliert diese Stadt so offensiv daran, dass die Bürger mithelfen, alles in Ordnung zu halten… und ja, einen überquellenden Mülleimer könnte ich sofort melden – aber eine kaputte Ampel, die Menschen zu riskanten Straßenüberquerungen verleiten kann – damit stehe ich ratlos da.)

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Wusstet ihr…

… dass man von Husten Muskelkater im Hintern und in den Oberschenkeln bekommen kann?

Ich nicht. Aber ist so – und tut weh.

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eine Woche draußen

Es ist schwieriger als ich dachte, mich wieder in den normalen Alltag einzufinden. Alles fällt so unglaublich schwer. Ich verstehe das nicht – sonst hatte ich doch auch keine Probleme, meine Zeit zu strukturieren, normallange Arbeitstage zu bewältigen, meine Freizeit zu gestalten. Das kann doch nicht durch ein paar Wochen Klinik alles kaputt sein?!

Ich bin wahnsinnig frustriert, wie schwierig alles ist. Ich bin sauer auf mich, dass ich den Alltag nicht packe. Dass ich so schwach geworden bin.

Es kostet mich alle Kraft, wenigstens 3-4 Stunden im Labor zu sein. Eigentlich ist sogar das zu viel. Ich gehe morgens hin und bin mittags schon so erschöpft, dass ich einfach nach Hause gehe. Oder mich irgendwo herumtreibe, Zeit totschlage mit sinnlosen Aktivitäten, rumsitzen und Löcher in die Luft starren. Oft weiß ich am Abend gar nicht mehr, was ich tagsüber eigentlich gemacht habe – die Zeit vergeht ohne dass ich irgendetwas davon mitbekomme.

Schlaf-Wach-Rhythmus gibt es nicht, regelmäßig essen klappt auch nicht, notwendige Erledigungen bleiben einfach liegen, weil die Kraft fehlt, der Antrieb, die Motivation.

Der Druck mich schlimm zu verletzen ist enorm. Ich tue nur deshalb nichts, weil selbst das so unglaublich anstrengend ist – „Werkzeug“ und Verbandsmaterial bereitlegen, das Verletzen, die Wunde verbinden, in die Chirurgie gehen… Mir fehlt die Kraft dafür. Die Gedanken drehen sich deshalb zunehmend darum, Tabletten zu schlucken. Keine wirklich gefährliche Überdosis – nur ein bisschen, den Kopf benebeln, nicht mehr denken, nicht mehr fühlen, ins Bett fallen und eine Auszeit haben vom Leben und von mir.

Donnerstag war das Verlangen nach einer Tablettenvergiftung so stark, dass die Frau Therapeutin mich vorübergehend wieder auf die Geschlossene brachte. Kein langer Aufenthalt, nur ein paar Stunden bis ich mich dann doch davon distanzieren konnte, eine Überdosis zu schlucken.

Es war mir so wahnsinnig peinlich, paar Tage nach der Entlassung doch wieder heulend auf der Geschlossenen zu sein. Klar, es war besser so. Sicherer. Wenn ich selbst nicht mehr garantieren kann, dass ich keinen Blödsinn mache, ist es gut, wenn andere auf mich aufpassen. Trotzdem empfinde ich es als Niederlage und Versagen. Kaum ein paar Tage draußen und schon wieder an einem Punkt, an dem ich nicht mehr klarkomme.

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