eisblau&honigsüß

Danke & Sorry

Ich danke euch vielmals für die vielen Klinik-Tipps, die ich von euch per Kommentar oder Mail bekommen habe! Das hat mir wirklich sehr weitergeholfen. Die Ärzte behaupten ja hartnäckig, dass es keine Kliniken gibt, die mehr als ein Einzelgespräch pro Woche anbieten… Dank euch weiß ich jetzt, dass das nicht ganz richtig ist. Die meisten Kliniken bieten zwar recht wenig Einzeltherapie an, aber es gibt Ausnahmen. Das ist gut zu wissen und gibt mir wieder Mut, weiter am Thema „stationäre Therapie“ dranzubleiben. Dafür danke ich euch!

Es tut mir leid, dass ich es nicht geschafft habe, auf eure Tipps zu antworten. Ich hoffe, ihr nehmt mir das nicht übel 😦

Mir geht es gar nicht gut. Als ich den Kliniksuche-Post geschrieben habe, ging es mir noch einigermaßen gut. Seitdem ist es steil bergab gegangen. Leider.

Vor allem ein Telefonat mit meiner Mutter hat mir den Boden unter den Füßen weggezogen. Ich habe ihr gesagt, dass ich das Studium abbrechen werde. Ihre Reaktion war, naja, nicht sehr hilfreich, um es mal beschönigend auszudrücken. Keinerlei Unterstützung, kein verständnisvolles Wort, kein Trost. Irgendwann habe ich angefangen zu weinen. Sie hat das „Gespräch“ dann beendet und aufgelegt.

Ich weiß, es ist dumm von mir immer wieder darauf zu hoffen, dass ich in schwierigen Situationen (emotionale) Unterstützung von ihr bekomme. Die Erfahrung sollte mich gelehrt haben, dass ich da nichts zu erwarten brauche. Trotzdem dachte ich, dass es dieses Mal anders werden wird. Dass ich Mitgefühl bekomme. Trost. Irgendetwas Ermutigendes.

Dass sie einfach aufgelegt hat, tat mir sehr sehr sehr weh.

Es tut mir immer noch weh.

Eltern sollten einen doch lieben und unterstützen und da sein. Das glaubt jedenfalls das naive dumme Kind in mir. Und fällt damit immer wieder böse auf die Fresse.

Ich hasse dieses dumme Kind in mir. Ich hasse seinen naiven Glauben an liebende, unterstützende Eltern. Ich hasse seine idiotische Hoffnung auf Trost und familiäre Unterstützung. Dieses dumme Kind müsste doch inzwischen auch endlich mal einsehen, dass es das nicht gibt und dass es das nicht zu erwarten braucht. Es muss doch endlich mal gelernt haben, dass es nur wieder böse verletzt wird, wenn es sich seinen naiven Hoffnungen so sehr hingibt?!

Ich wünschte, ich könnte dieses dämliche kleine Kind in mir loswerden. Es lernt nichts, es sorgt nur immer wieder für Schmerz und Enttäuschungen und Verletzungen. Ich will dieses Kind in mir nicht mehr. Es soll weggehen – oder endlich erwachsen werden.

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