eisblau&honigsüß

noch ’n Einzel?

- 30. März 2015

Die Krisenintervention heute/gestern war Mist. Anders kann ich es nicht sagen. Da gibt es nichts, das man schön reden könnte. Es war einfach nur Mist und wenig hilfreich.

Heute Nachmittag wurde ich entlassen. Auf meinen Wunsch hin – oder eher auf mein Drängen hin.

Vieles lief nicht gut. Vieles lief richtig mistig. Der Oberarzt hat das schon richtig gesehen: „Sie gehen nicht, weil es Ihnen besser geht. Sie gehen, weil es hier nicht geht… Sie sind sauer, vielleicht wütend auf uns.“

Ja, das trifft es gut. Ich bin sauer. Mehr als sauer. Der Oberarzt wollte wissen, was mich denn so verägert, dass ich die Krisenintervention abbreche. Ich konnte/wollte es ihm nicht sagen. Ich wollte nur weg weg weg.

Er stimmte der Entlassung zu. Mit Bauchschmerzen, denn es geht mir nicht gut und momentan kann ich mir auch nicht vorstellen, wieder dorthin zu gehen. Bis die Formalitäten erledigt waren (Brief schreiben und so), hat er mehrfach versucht mit mir zu sprechen. Ich habe ihn eiskalt abgewiesen.

Nichtsdestotrotz wurde er nicht müde zu betonen, dass er wissen möchte, was mich auf Station gerade so dermaßen verärgert, dass ich die Flucht ergreife… Obwohl der Entlasszeitpunkt nun wirlich zu früh ist… Wiederholt bot er an, dass wir darüber reden können. Nannte einen Termin für ein Gespräch zwischen uns beiden. Nur ein Angebot, wie er immer wieder betonte. Ich muss nicht zu dem Termin kommen. Aber ich darf – und er fände das gut.

Ich weiß noch nicht, ob ich zum Gespräch mit ihm gehe oder nicht. Es geht ja nicht um ihn, und das sagte ich ihm auch. Er würde trotzdem gerne verstehen, wo das Problem ist. Er würde gerne mich verstehen.

Immerhin kennt er mich gut genug, um nicht heute auf so ein Gespärch zu bestehen. Er hat dazugelernt. Erstmal Zeit zum Runterkommen geben. Und dann ein Gesprächsangebot – keine Verpflichtung. Ich kann zu bekanntem Datum mit ihm reden – oder auch nicht. Wie ich will. Meine Entscheidung. Es ist nur ein Angebot seinerseits.

Sicher würde er sich freuen, wenn ich zu besagtem Datum zum Gespräch mit ihm erscheine. Böse wäre er aber auch nicht, wenn ich das nicht täte.

Überraschend finde ich wieder, wie wichtig es ihm offenbar ist, dass die Patienten zufrieden sind. Dass er wirklich hören will, was schief läuft und wo man es besser machen könnte. Und dass es dafür mal wieder die Zeit nach offiziellem Feierabend opfert…

So. Es gäbe noch viel zu schreiben. Dank Gipsschiene ist das Tippen aber sehr mühsam, also belasse ich es erstmal hierbei.


2 responses to “noch ’n Einzel?

  1. Irgendwie scheine ich hier einiges verpasst zu haben. Wie kommt es zur Gipsschiene?

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