eisblau&honigsüß

maaaann!

Nein, ihr dämlichen Bälger liebreizenden Kindchen braucht euch gar keine billigen Aldi-Fetzen ach-so-gruseligen Kostüme überzuwerfen. Das Betätigen meiner Klingel reicht vollkommen aus um meinen Puls in den Himmel schießen zu lassen. Also verzieht euch. Klingelt woanders. Oder kauft euch von eurem Taschengeld selbst ’ne Tüte Karies Bonbons.

Ich.

Hasse.

Halloween.

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shocking

… und irgendwie schockt es mich dann doch ein bisschen, als ich höre, dass eine ehemalige Psych-Mitpatientin einen Gehirntumor hat.

Nicht, dass ich sie sonderlich sympathisch fand, gemocht hätte oder über die Klinik hinaus mit ihr in Kontakt geblieben wäre. Das nicht. Aber – man kennt sich. Oft genug auf Station getroffen, sie wie ich mal wieder zur Krisenintervention aufgenommen. Auch mal eine Weile das Zimmer miteinander geteilt (mit mehr oder weniger vielen Konflikten).

Ähnliche Diagnosen. Ähnliche Traumata. Ähnliche Schwierigkeiten. Und vor allem: ähnliches Alter.

Himmel, sie ist gerade mal ein Jahr älter als ich. Noch lange nicht das Alter, in dem man typischerweise mit Krebs rechnen müsste. Noch so jung. So verdammt jung.

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Geschützt: Kleinvieh-Mist

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nicht Fisch, nicht Fleisch

Fast fertig mit der Diagnostik der dissoziativen Störungen. Noch steht nicht zu 100% fest, welche Diagnose ich denn nun bekommen soll. So wirklich passe ich nirgendwo hin. Ein bisschen hiervon, ein bisschen davon, und eine ganze Menge dazwischen. Irgendwie ist das schon enttäuschend. Ich habe so sehr gehofft, endlich eine klare Diagnose zu bekommen, bei der ich auch wirklich das Gefühl habe, dass es zu meinem Erleben passt. Tja. Pech gehabt.

Ich hoffe, dass das beim Thema Persönlichkeitsstörung etwas eindeutiger wird. Ich fürchte fast, dass es da aber ähnlich sein wird wie bei den Dissoziationen – am Anfang eine recht klare Vorstellung, wohin es führen wird, und je genauer wir hinschauen, desto weniger wird irgendetwas zutreffend sein.

Vielleicht sollte ich aufhören, die Diagnostik nur als Mittel zur Diagnose-Findung anzusehen. Denn unabhängig von einer konkreten Diagnose, ist es durchaus interessant und aufschlussreich, die ganze Symptomatik mal genauer unter die Lupe zu nehmen. Ich wusste zwar auch schon vorher, dass ich eine starke Neigung habe zu dissoziieren, aber welches Ausmaß das wirklich hat, ist mir erst während der Diagnostik klargeworden. Auch, dass nicht alles, was ich für „ist bei allen Menschen so“ gehalten habe, wirklich so normal ist…

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Flucht am frühen Morgen

Die neue Woche beginnt für mich mit einer Flucht aus der eigenen Wohnung. Morgens um sieben regelrecht aus dem Bett gesprungen, weil mich der Lärm einer Schlagbohrmaschine unsanft aus den Träumen riss. Zum Glück sofort ins Bad und mich gewaschen, denn eine Viertelstunde später gab’s dann auch kein Wasser mehr.

Ich verstehe ja, dass ab und an mal Renovierungen und dergleichen nötig sind. Trotzdem ist das für mich immer massiver Stress. Wieder Handwerker im Haus, laute Männer, fremde Männer. Wieder Lärm. Wieder der Verlust jeglichen Sicherheitsgefühls. Wieder kein Wasser. Ich kann nicht erklären wieso, aber wenn ich kein fließendes Wasser habe – und sei es auch nur kurz, nur vorrübergehend – geht bei mir gar nichts mehr.

Ob die den ganzen Tag brauchen werden, um im Bad meines Nachbarn wasausimmer zu erledigen, habe ich mich nicht getraut zu fragen. Dabei wäre diese Info sicherlich hilfreich gewesen. Dann wüsste ich wenigstens, wie lange es dauert, bis ich wieder Zuflucht in meiner Wohnung finden kann. Ob ich nur den Vormittag irgendwie überstehen muss, oder den ganzen Tag, oder vielleicht auch noch die kommenden Tage.

Nun gut. Also erstmal in aller Eile Geldbeutel, Schlüssel und was man halt so braucht in die Handtasche gestopft und weg, weg, weg. Fliehen vor den fremden, lauten Männerrufen und dem Baulärm.

Jetzt sitze ich in der Uni, werde aber wohl bald weiterziehen. Zu viel Unruhe hier, zu viel Stimmengewirr, zu viele Menschen. Gerade nicht wirklich auszuhalten.

Ich weiß nicht, wohin ich jetzt gehen soll. Bibliothek vielleicht. Am liebsten in die Stadtbibliothek, aber die hat montags geschlossen, leider. Vielleicht in die Uni-Bib, auch wenn ich mir nicht vorstellen kann, dass ich mich dort wohlfühlen würde im Moment.

Ein bisschen fluche ich, dass ich mir keine Klingen mitgenommen habe. Mit Schneiden und anschließend nähen ließe sich recht gut viel Zeit rumbringen. (Ja, eine reichlich gestörte Überlegung, ich weiß, ich weiß.)

Bedarfsmedis wären jetzt praktisch. Um wieder ein bisschen runterzukommen, um von Alarmstufe Rot wenigstens bis Alarmstufe Orange zu gelangen und dann klarer überlegen zu können, was ich mit dem heutigen Tag machen kann. Aber das Tavor, das ich normalerweise immer im Geldbeutel habe, brauchte ich vor zwei Tagen, und ich habe es irgendwie verpeilt, wieder welches hineinzutun. Dumm, sehr sehr dumm.

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