eisblau&honigsüß

die letzten…

- 14. Februar 2014

Und dann ist es endlich so weit und ich weiß gerade nicht, was ich fühle. Ob ich mich freue und stolz bin, oder ob ich traurig bin, oder ob ich einfach nur Angst habe. Oder eine Mischung aus allem? Nein. Ich habe Angst. Ich habe ganz fürchterlich Angst.

Um 10 Uhr ging die letzte Vorlesung zu Ende. Um 14 Uhr das letzte Seminar. Nicht die letzten für dieses Semester – nein, die letzten in meinem gesamten Studium. Das letzte Mal im Hörsaal sitzen, das letzte Mal nach versteckten Hinweisen für die Klausur-Fragen Ausschau halten, das letzte Mal mit Kommilitonen über den Prof lästern, das letzte Mal Seminaraufgaben diskutieren, das letzte Mal auf die Uhr schauen und die Minuten bis zum Ende der Stunde zählen.

Es ist ein seltsames Gefühl. Das Studium ist so sehr Bestandteil meines Lebens geworden. Die Atmosphäre an der Uni, die Vorlesungen, Seminare, Hörsäle, Studentengeschichten. Das Student-Sein.

Noch eine Klausur bleibt zu bewältigen, dann liegt auch das hinter mir. Der Lernstress, das Wälzen von Mitschrieben und Skripten und Büchern. Das Lernen bis spät in die Nacht an der Uni.

Die Masterarbeit ist im Grunde der Eintritt ins Berufsleben. Keine Vorlesungen, keine Seminare. Einfach arbeiten, forschen, im Labor sein, Tag für Tag, Woche für Woche. So wird die Zukunft aussehen, die nächsten Jahre und Jahrzehnte (ohgottohgottohgott) meines Lebens.

Etwas endet, und etwas Neues beginnt. Ich habe Angst. Einfach nur Angst. Und ich mag gerade nichts Positives hören dazu, kein Lob, keine Anerkennung, keine Glückwünsche. Ich habe Angst und ich mag weglaufen und mir ist nach heulen zumute.


11 responses to “die letzten…

  1. unnahbar sagt:

    Ich weiß nicht, ob es dir hilft, wenn ich dir sage, dass ich das verstehen kann – ich studiere noch nicht, aber ich verstehe, dass du Angst vor diesem neuen Abschnitt hast. Ich wünsche dir genug Mut, um darein zu starten. Du bist nicht alleine mit dieser Angst.
    Wenn du magst, fühl dich umarmt.

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    • sternenpfad sagt:

      *nick* geht vermutlich vielen so. wenn man in sich drin instabil ist und etwas endet/verliert, was einem viel äußere stabilität gegeben hat – naja. nicht einfach 😦

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      • unnahbar sagt:

        ja, wenn man innen nicht stabil ist, ist es wahrscheinlich noch schwieriger – aus der Perspektive hab ichs zwar noch nicht gesehen, aber es klingt logisch und ziemlich nachvollziehbar.
        hoffentlich wird das neue ganz schnell wieder zu einem Teil deiner äußeren Stabilität…

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  2. märzhäsin sagt:

    Ich kann das auch sehr gut verstehen. Veränderungen und diese gefühlt allumfassende Ungewissheit, Unsicherheit. Aber es kann gut werden, ich hoffe, du weißt das irgendwo in dir drin. Fühl dich auch von mir mal vorsichtig gedrückt.

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    • sternenpfad sagt:

      ich tue mich einfach generell schwe rmit veränderungen. und wenn dann sowas wie das studienende ansteht, wirds eben wirklich schwierig. das studium war eben einige jahre lang zentralen bestandteil meines lebens :-/

      klar kann es gut werden. aber es wird auf jeden fall *anders*. es wird sich einiges ändern in meinem leben. das macht mich traurig, neugierig, ängstlich, durcheinander.

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  3. blackeyedphoenix sagt:

    he süße, mach dir mal nicht sofort schon wieder gedanken um deine zukunft – ich jedenfalls finde es vielmehr super, dass du dein studium so gut durchgezogen hast 🙂

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  4. squirrel1976 sagt:

    Achje, mit solchen Veränderungen tu ich mich auch immer schwer.
    Als ich am Anfang des Jahres meine neue Stelle angetreten habe, wollte ich morgens am liebsten einfach im Bett bleiben und so tun, als wär ich nicht da *schief grins*
    Ok, ich kannte die Apotheke schon von einem kurzen Praktikum im November. Aber als Festangestellte mit richtig Verantwortung und so – richtig, ohgottohgott! Mittlerweile klappt das ganz gut, aber an besonders stressigen Tagen hab ich immer noch das Gefühl, einfach weit weg laufen zu wollen.

    Sei neugierig. Schau, was kommt und mach das Beste draus 🙂 *umärmel*

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  5. Sabrina sagt:

    Ich hasse es, wenn ich wegen irgendetwas Angst habe oder wütend bin oder hilflos und andere versuchen, es schön zu reden. Glas halb voll, das Positive sehen usw., Ich weiß, sie meinen es nur gut, aber ich könnte vor Verzweiflung dann die Wände hochgehen, weil ich das Gefühl habe, sie verstehen mich einfach nicht, nehmen mich nicht ernst.

    Von daher auch kein Rat von mir. Ich könnte ohnehin keinen geben. Vielleicht, ganz vielleicht, nur der, einfach tatsächlich zu heulen, wenn Dir danach ist…?

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  6. Ich bin in der gleichen Situation wie du – habe auch gerade meine letzten Veranstaltungen und Prüfungen hinter mich gebracht und schreibe die nächsten Monate nur noch die Masterarbeit. Kann verstehen, dass dir das Angst macht. Ich bin auch unsicher. Veränderung ist immer irgendwie beängstigend, v.a. wenn ein so einschneidender Teil des Lebens wie das Studium zu Ende geht und man den Eindruck hat, es liegt jetzt das ganze Berufsleben vor einem und wartet darauf, irgendwie sinnvoll verbracht zu werden. Auch wenn man vielleicht noch gar nicht weiß, was man mit seinem Leben eigentlich machen will oder ob das, was man geplant hat, eigentlich das Richtige für einen ist. Ich hab beschlossen, die Situation erstmal einfach auszuhalten und einen Schritt nach dem anderen zu machen. Und ängstliche Phasen gehören einfach dazu…

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