eisblau&honigsüß

helfen lassen

Einen Vorteil hat’s ja, dass ich mich schon so oft mit dem Studi-Sekretariats-Idioten rumschlagen musste: Ich kenne inzwischen sämtliche Personen, die mir notfalls weiterhelfen können, wenn der Trottel mal wieder Mist gemacht hat…

Als kleine dumme Studentin hat man ja leider nicht wirklich viel Macht und Einfluss. Ich kann zwar meckern und schimpfen, aber wen interessiert’s?! Ziemlich praktisch, wenn man Personen kennt, die mehr zu sagen haben.

Noch immer alles unklar und unsicher. Aber Unterstützung geholt und wichtiges Menschlein eingeschaltet. Abwarten. Hoffen. Bangen.

Wie ich das hasse.

Es kostet so viel Kraft. Nicht in der Verzweiflung versinken und aufgeben. Die Anspannung nicht gegen mich richten, sondern in die Lösungssuche leiten. Es ist nicht leicht. Ganz und gar nicht leicht.

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Geschützt: Exmatrikulation?!

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Masterarbeit, Prüfungsausschuss und so

Mit zitternden Fingern öffne ich den Brief, auf dem mit roter Stempelfarbe der Absender „Prüfungsauschuss Biochemie, Universität XY“ prangt.

Im Grunde weiß ich, was darin stehen wird. Und trotzdem fällt mir ein Stein vom Herzen, als ich es schwarz auf weiß lese: „Ihrem Antrag auf externe Masterabeit […] hat der Prüfungsausschuss mehrheitlich stattgegeben.“

„Das ist nur Formsache!“, sagen viele und sie haben Recht. Die Universität hätte ein ziemliches Problem, jedem von uns einen „internen“ Platz für die Masterarbeit zu verschaffen. Der Prüfungsausschuss ist froh um jeden, der sich wie ich in Eigeninitiative einen externen Platz besorgt… Und trotzdem ist es eben ein Genehmigungsverfahren. So vieles muss im Vorfeld geklärt werden, dann ein überzeugender Antrag geschrieben werden, der von x Menschen begutachtet wird.

Auch wenn ich wusste, dass der Prüfungsausschuss alles genehmigt, was irgendwie gut begründet und dargestellt wird, bin ich doch froh, dass ich die Genehmigung jetzt schwarz auf weiß in der Hand habe.

Hätten sie es abgelehnt, hätte ich das Studium an den Nagel hängen können. Ich hätte nie und nimmer in der verlangten Zeit eine andere Stelle für die Masterarbeit gefunden. Wirklich – nie und nimmer! Wäre in dem Brief gestanden, dass mein Antrag abgelehnt wurde, hätte ich auch gleich zum Strick greifen können…

Aber es wurde genehmigt. Natürlich. Eine Studentin weniger, die einen internen Masterplatz braucht und einklagen kann…

Trotzdem bin ich auch ein bisschen stolz auf mich. Habe ich es doch geschafft, gleich beim ersten Versuch einen Antrag zu schreiben, der anerkannt wurde.

Unterm Strich heißt das: ein Problem weniger. Ein großes Problem weniger… Prüfungsausschuss genehmigt meine externe Masterarbeit. Ich kann die Masterarbeit anmelden. Und machen. Und hoffentlich mit guter Note bestehen.

Und dann? Wer weiß. Chefin versucht derzeit Geld zu bekommen für eine Doktorandenstelle. Ich könnte bei ihr promovieren. Kann, nicht muss, wie sie betont. Ich weiß nicht so recht, ob ich noch einen Doktortitel machen will… Aber das hat ja auch noch Zeit. Ein halbes Jahr, um genau zu sein.

Bis dahin bleibt die Frage: will ich neben der Masterarbeit noch eine 20% Laborantenstellung? Die Kollegin ist schwanger und ihr steht es zu, dass sie mehr Freizeit bekommt und ihre Arbeitszeitausfälle durch einen Laboranten kompensiert werden, gegen Bezahlung. Die Chefin meinte, dass ich das ja machen könnte –  S. Arbeit machen, gegen Bezahlung… Ich kenne das Projekt, an dem S. arbeitet, und ich kann die Methoden, ich muss nicht erst eingearbeitet werden… Aber ich habe ja mit meiner Masterarbeit genug zu tun, dann die Prüfung Ende Februar, und die psychische Belastung… Aber wenn ich wollte, würde sie sich einsetzen, dass ich die Laborantenstellung bekomme, um S.’s Ausfall zu kompensieren… Ich solle es mir überlegen. Chefin fände es gut, wenn ich das mache, aber sie wäre auch nicht böse, wenn ich ablehne. Meine Entscheidung. (Himmel, warum muss man im Leben ständig Entscheidungen treffen?! 😦 )

Ach. Was weiß ich. Gerade kann ich mir gar nicht so recht überlegen, ob ich die Laborantenstelle will oder nicht. Ich bin einfach nur froh, dass ich meine Masterarbeit machen darf. Und denke mehr darüber nach, in welche Richtung sich mein Thema entwickelt. Mit dem Thema, das ursprünglich geplant war, hat meine Arbeit kaum mehr etwas zu tun. Außer, dass ich die gleiche Zelllinie verwende. Aber das Thema ist völlig anders. Was mir durchaus zusagt – es fasziniert mich. Trotzdem bleiben Zweifel, wenn mich Kommilitonen schief angucken, wenn ich sage: „Mein Zweitprüfer kommt aus der Experimentalphysik. Mit denen arbeite ich ja zusammen.“ Ja, Physik. Ein Thema für sich. Nicht jeder mag es. Ich auch nicht unbedingt. Aber irgendwie – bin ich jetzt eben doch in der Experimental- und Biophysik gelandet…

Egal. Auf mich zukommen lassen. Genehmigung für Masterarbeit habe ich. Thema auch. Und was daraus wird – abwarten. Wie so oft in der Forschung: ausprobieren und gucken, wohin es führt.

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Erfolgsmomente

… und dann gibt es doch wieder diese Zaubermomente, in denen die Traurigkeit und die Leere und die Hoffnungslosigkeit wie weggeblasen sind. In denen man im Labor sitzt und sich fühlt wie ein kleines Kind unterm Tannenbaum vor dem Geschenkeberg.

Man schaut durchs Mikroskop und versteht im ersten Moment gar nicht, was man da eigentlich sieht. Denkt, da ist was falsch gelaufen. Macht ein paar Tests. Guckt wieder. Und immer wieder.

Und irgendwann rennt man mit irrem Grinsen zur Chefin, „Du, komm mit, das musst du dir anschauen!!!“ Und die Chefin ist überrascht, aber folgt ohne Fragen. Sie schaut durchs Mikroskop, schüttelt den Kopf, schaut nochmal, „Das ist ja irre!“ Lachen und Schulter-Klopfen. „Wahnsinn! Echt spitze gemacht!“

Es ist schon sieben Uhr abends an einem Freitag, als man dann doch irgendwann an der Bushaltestelle steht. Mit Strahlegrinsen, als ob man auf Drogen wäre.

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Mauer

Ich mag momentan nicht bloggen. Obwohl es so viel zu erzählen gäbe. Und so viele Dinge, zu denen ich gerne Meinungen hören würde. Aber in mir baut sich wieder eine Mauer auf. Ich mag mich nicht mehr mitteilen. Weder hier noch sonstwo. Wenn es nach mir ginge, könnte ich auch den ganzen Tag im Bett bleiben, ohne Kontakt jeglicher Art zu irgendwem.

Nur zu den Chirurgen hätte ich gerne Kontakt. Es ist ein ständiger Kampf, mich nicht chirurgiepflichtig zu verletzen. Ich weiß nicht, wie lange ich das noch aushalte. Ich sehne mich so sehr danach, in die Chirurgie zu dürfen. Kontakt und Beachtung, ohne viel reden zu müssen. Den Körper einsetzen, um mich mitzuteilen. Ganz ohne Worte.

Vor allem aber ist Chirurgie derzeit eine Hilfestelle, die ich aufsuchen kann. Im Gegensatz zur Psych, die für mich aktuell keine Option darstellt. Aber das ist ein anderes Thema – eines der Themen, über die ich bloggen könnte, aber die in mir eingemauert sind und nicht nach draußen können.

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