eisblau&honigsüß

Nie war schlafen schöner!

Endlich wieder eine Nacht geschlafen! Nur einmal kurz aufgewacht, aber sofort wieder eingeschlafen. Fast 10 Stunden Schlaf, ich weiß nicht, wann ich das letzte Mal so lange so erholsam geschlafen habe.

Medikamenten-Überhang hält sich in Grenzen. Beim Aufstehen ist mir arg schwindlig gewesen und bis ich ganz wach war, hat es dann auch nochmal ein bisschen gedauert. Aber das ist mir gerade so egal. Das nehme ich liebendgerne in Kauf, wenn ich dafür schlafen kann!

Heute Nacht probiere ich noch die andere Medikamenten-Kombination aus. Ich habe ja nur so viele Tabletten mitbekommen, dass ich jede Kombi einmal ausprobieren kann. Bin mal gespannt, ob ich damit auch schlafen kann. Wenn nicht – egal. Die Mischung von gestern Abend (Seroquel + Zopiclon) funktioniert jedenfalls, das kann ich Dr. H. morgen sagen. Ich denke, er wird froh sein, das zu hören 😉

Jedenfalls – ausgeschlafen sein ist herrlich. Ist ein himmelweiter Unterschied, ob man sich zwingen muss, rauszugehen und irgendwas zu unternehmen, oder ob man morgens aufsteht und Lust dazu hat, das Haus zu verlassen und sich am Leben zu beteiligen. Und auch lange Spaziergänge sind so viel schöner, wenn man den Körper nicht zu jedem Schritt zwingen muss und die Beine alle paar Meter über sich selbst stolpern…

Trotzdem muss ich mir überlegen, ob ich morgen in der Klinik bleiben will oder nicht. Der poststationäre Rahmen endet bald – genauergesagt kann ich Dr. H. morgen nochmal sprechen und dann ist Schluss. Dann wäre ich wieder ganz auf mich gestellt. Traue ich mir das gerade zu? Alleine zurechtkommen, ohne regelmäßige Gespräche bzw. „professionelle Unterstützung“? Ich weiß nicht. Durch die Schlaflosigkeit ist alles andere an Problemen liegen geblieben, ich weiß nicht, ob ich das alleine packe, und das Gespräch morgen wird nicht ausreichen, alle relevanten Punkte zu besprechen. Aber wieder in die Klinik? Hm. Weiß nicht. Vielleicht würde es mich eher wieder zurückwerfen…?

Muss das morgen mit Dr. H. besprechen. Hoffentlich kann ich auch nächste Nacht nochmal gut schlafen und dann ausgeruht und denkfähig zum Gespräch gehen.

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ein Häufchen Pillen

Natürlich doch zum Termin gegangen. Pflichtbewusstsein und so…

Dr. H. war heute wieder da. Auch ihm kurz erklärt, dass ich nur eine Lösung für das Schlaf-Problem möchte und Gespräche über alles andere gerade kaum Sinn machen. Hat er akzeptiert, zum Glück, bzw. er sieht es genauso: übermüdet lassen sich Probleme nicht sehr effizient lösen.

Verschiedene Medikamente durchgesprochen, ich kenne ja schon einiges. Er hat auch noch den Oberarzt um Rat gefragt. Jetzt habe ich wieder ein Häufchen verschiedener Tabletten hier. Wenn die Wirkstoffe alleine nichts bringen, dann vielleicht in Kombination. Heute Nacht probiere ich die eine Kombination, morgen dann die andere. Drückt mir die Daumen, dass der Körper (oder eher der Kopf) irgendwann mal kapituliert und einschläft.

Mittwoch wieder Termin. Dann entscheidet sich, wie es weitergeht. Wiederaufnahme in die Klinik steht im Raum. Wenn das Schlafproblem bis dahin nicht gelöst ist und alle anderen Probleme mich weiter so belasten und Zukunftsplan ein großes Fragezeichen bleibt und Suizidgedanken so stark sind… Dann wird es wohl doch wieder auf stationär rauslaufen.

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keine Lust auf Gespräche

Immerhin ein bisschen geschlafen. Nicht wirklich erholsam, aber egal. Ich bin gerade ziemlich anspruchslos was die Schlafqualität angeht. Hauptsache überhaupt schlafen.

In vier Stunden soll ich zum Gespräch in der Klinik sein. Tendiere dazu nicht hinzugehen. Wozu auch? Es ist so sinnlos. Die Medis zum Schlafen helfen nicht, über die ganzen anderen Probleme kann und will ich nicht sprechen und die Ärzte könnten eh herzlich wenig tun.

Ich muss alleine klarkommen.

Denke, heute passiert auch nichts, wenn ich nicht zum Termin gehe. Ich vertraue auf die berüchtigten „Kommunikationsprobleme“. Dr. H. wäre eigentlich für mich zuständig, aber er war am Freitag ja gar nicht da. Die Ärztin, mit der ich am Freitag gesprochen habe, ist nicht „meine“ Ärztin. Kurz: der zuständige Arzt weiß vermutlich eh nicht, dass ich heute kommen sollte, und die Ärztin, die es weiß, wird vermutlich nicht daran denken, weil ich nicht ihre Patientin bin. Keiner wird darauf achten oder sich verantwortlich fühlen. Keiner wird irgendwas tun.

Naja, mal sehen. Vielleicht gehe ich doch hin. Hab ja noch Zeit mich zu entscheiden.

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hilft doch alles nichts

Irgendwo zwischen Verzweiflung und Resignation, übermüdeter Erschöpfung und angespannter Ruhelosigkeit.

Schlaflos. Liege Nacht für Nacht wach, finde keinen Schlaf. Bestenfalls döse ich für eine oder zwei Stunden weg, träume wirre Dinge, und fühle mich danach noch viel erschöpfter als zuvor.

Medikamente ausprobiert. Zolpidem hilft gar nicht, Zopiclon kaum. Tavor in höherer Dosierung auch vergebens. Freitag Atosil mitbekommen, was ich eigentlich nicht wollte, wegen Überhang. Positiv: Anders als früher habe ich dieses Mal keinen Überhang. Geschlafen habe ich allerdings auch nicht.

Habe meine Medikamenten-Box durchgeschaut. „Restbestände“ an Medikamenten, die mir früher irgendwann mal geholfen haben. Vielleicht probiere ich es heute Abend mal mit einem von denen.

Ich verstehe nicht, was los ist. Warum ich kaum mehr schlafen kann. Der Körper ist so müde, dass er doch eigentlich einschlafen müsste, sobald ich die Augen schließe. Tut er aber nicht. Ich verzichte auf Koffein und schlafe auch tagsüber nicht. Versuche trotz Müdigkeit aktiv zu sein, rauszugehen, Dinge erledigen, Spaziergang. Und trotzdem weigert sich der Körper zu schlafen, wenn ich abends ins Bett gehe.

Es ist seltsam. Ich bin müde. Die Medikamente wirken auch, irgendwie. Sie machen mich noch müder. Aber einschlafen kann ich trotzdem nicht. Der Kopf bleibt wach.

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oh, der Doktor – also, der Doktor ist gar nicht da

An der Stationstür klingeln. Pfleger kommt und lässt mich rein.
„Hallo Frau P., Sie sind zum Gespräch da, oder?“
„Ja, genau.“
„Bei wem?“
„Beim Dr. H.“
„Oh. Der ist heute gar nicht da.“
„Äh – okayyyy.“

Gespräch dann bei einer anderen Ärztin gehabt. Von ihr auch erstmal eine Erklärung bekommen: Dr. H.s Kind ist krank, weswegen er kurzfristig frei nehmen musste. Klang glaubwürdig und wäre als Grund auch vollkommen akzeptabel, aber Gehirn spuckt ungefragt böse Kommentare aus (nur erfunden, Dr. H. hat einfach keine Lust auf das Gespräch und hat in der Zeit mit beliebteren Patienten gesprochen, oder vermutlich hat er sich durch den Hinterausgang davongestohlen, als er mich kommen sah, klar!).

Anyway. Gespräch war eine gute Übung zum „Chancen geben trotz Vorurteilen“. Kannte die Ärztin ja schon und hatte sie als ziemlich arrogante Ziege in Erinnerung. Aber gut, ich brauchte dringend was zum Schlafen, also musste ich mich zumindest ein bisschen auf das Gespräch einlassen. Und eigentlich war sie dann ja auch ganz okay.

Über meine ganzen anderen Probleme habe ich nicht gesprochen. Hätte keinen Sinn gemacht, so völlig übermüdet und mit einer Ärztin, die ich erstmal von „arrogant“ zu „eigentlich okay“ umstufen musste… Habe ihr auch gesagt, dass ich über alles andere gerade nicht reden mag (weil sinnlos bei der Müdigkeit und das Schlaf-Problem gerade eh höchste Priorität für mich hat). Hat sie akzeptiert, zum Glück.

Verschiedene Medikamente mitbekommen, die ich schon kenne und die mir irgendwann mal beim Schlafen geholfen haben. Soll ausprobieren, welches davon aktuell was bringt. Nur, weil sie irgendwann mal halfen, heißt das ja nicht, dass ich auch jetzt davon schlafen kann. Zopiclon hat schließlich auch grandios versagt und normalerweise kann ich mich mit dem Zeugs wunderbar in den Schlaf schießen.

Also mal die verschiedenen Pillen durchprobieren und hoffen, dass sich der Körper von irgendwas beeindrucken lässt.

Und Montag wieder zum Gespräch.

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